Zwischen Flucht, Verlust und Erinnerung: Ein palästinensischer Familienbaum, verwurzelt in Jaffa, zersplittert über Jahrzehnte hinweg. Doch im Schatten der Gewalt wächst etwas weiter – ein leiser Blick auf Generationen, die nicht aufgeben, was ihnen genommen wurde. IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS ist ein Film über familiäre Geschichte, palästinensische Würde, Weitergabe und die Frage, was bleibt, wenn alles andere verloren geht. IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS erzählt von und aus der Perspektive einer palästinensischen Familie, deren Geschichte sich über sieben Jahrzehnte erstreckt. 1948, mit der Vertreibung palästinensischer Lebenswelten aus Jaffa, verliert Großvater Sharif Haus und Orangenplantage. Er weigert sich, mit der Familie zu fliehen, bleibt zurück, um das Land zu schützen, wird jedoch von Soldaten vertrieben und inhaftiert. 1978 lebt die Familie im Flüchtlingslager im Westjordanland. Sharif ist gezeichnet, und ein Teil von ihm ist in Jaffa geblieben. Salim, sein Sohn, unterrichtet, Hanan hält den Alltag zusammen, die Enkelkinder wachsen unter den Bedingungen der Besatzung auf. 1988 schließt sich Noor, Salims Sohn, einer Demonstration gegen die israelische Militärpräsenz an und wird schwer verletzt – ein Moment, der die Familie erneut erschüttert. In verschachtelter Erzählweise verknüpft der Film persönliche Verluste mit historischer Gewalt und zeigt, wie sich politische Unterdrückung in Körpern, Erinnerungen und Beziehungen bis in die Gegenwart fortschreibt. Eine Organspende am Ende des Films wirft die Frage auf, wie Fürsorge und Würde selbst unter den Bedingungen von Gewalt möglich bleiben.
Themen
Nakba | Erinnerung | Familie | Vertreibung | Kolonialismus | Besatzung | Staatsgründung | Traumata | Exil | Widerstand | Identität | Humanität | Diaspora | Menschenrechte | Gefangenschaft | Bildung | staatliche Gewalt | Verantwortung | Organspende
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