{"id":208,"date":"2024-12-20T17:04:19","date_gmt":"2024-12-20T16:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.p675024.webspaceconfig.de\/?page_id=208"},"modified":"2024-12-20T17:15:31","modified_gmt":"2024-12-20T16:15:31","slug":"weitere-veroeffentlichungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/weitere-veroeffentlichungen\/","title":{"rendered":"Weitere Ver\u00f6ffentlichungen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Begleitmaterialien zu &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220; von Yulia Lokshina<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schulkinowochen-nds.de\/img\/cms\/cms\/Aktuell\/Gespr%C3%A4ch_mit_YuliaLokshina_rechts_E-M_Schneider-Reuter_c.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SchulKinoWochen Niedersachsen realisierten mit Vision Kino digitale Begleitmaterialien zum Dokumentarfilm &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220;:<br>&#8222;Einf\u00fchrung durch Eva-Maria Schneider-Reuter&#8220;, 4:25 min. und<br>&#8222;Eva-Maria Schneider-Reuter im Gespr\u00e4ch mit Regisseurin Yulia Lokshina&#8220;, 21:30 min.<br>Redaktion: Dorothee Maack &amp; J\u00f6rg Witte, Produktion: Vision Kino, Kamera und Ton: Robert Paul Kothe, Schnitt: Bernd Wolter. Aufgenommen im Kino Krokodil, Berlin, Dezember 2020.<br>Oben ein Screenshot aus dem Gespr\u00e4ch zwischen Eva-Maria Schneider-Reuter und Yulia Lokshina (links).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einf\u00fchrung und Gespr\u00e4ch sind HIER bei Vision Kino zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Medienp\u00e4dagogin Christina Nur schreibt zu beiden Videos:<br>Filmgespr\u00e4che in eigener Geschwindigkeit.<br>Einf\u00fchrung in den Film und Gespr\u00e4ch mit Yulia Lokshina zu ihrem Dokumentarfilm &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220; als Stream f\u00fcr die SchulKinoWochen<br>Nicht nur Kino, sondern auch die bei vielen Veranstaltungen angesetzten Filmgespr\u00e4che m\u00fcssen in diesen Zeiten neu gedacht werden. Wenn die FilmemacherInnen f\u00fcr ein anschlie\u00dfendes Gespr\u00e4ch nicht ins Kino zu den Zuschauern kommen k\u00f6nnen, m\u00fcssen andere L\u00f6sungen gefunden werden. Die SchulKinoWochen haben dies ausprobiert und exemplarisch einige FilmemacherInnen zu ihren Filmen interviewt, um diese Interviews als p\u00e4dagogisches Begleitmaterial zur Verf\u00fcgung zu stellen.<br>Am Beispiel des Interviews mit Yulia Lokshina zu ihrem Film &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220; (2020) lassen sich Potentiale dieser digitalen Form der Filmvermittlung aufzeigen.<br>Ein vertrautes Gef\u00fchl von Kinoatmosph\u00e4re stellt sich ein, was daran liegt, dass die Einf\u00fchrung in den Film mit der Moderatorin Eva-Maria Schneider-Reuter in einem Kinosaal aufgezeichnet worden ist. Wie bei einer Kinoveranstaltung f\u00fchlt man sich begr\u00fc\u00dft und eingestimmt auf den folgenden Film, zu dem kurz Hintergrundinformationen und Produktionsbedingungen genannt werden. Gleichzeitig gibt die Anmoderation Beobachtungsaufgaben und Impulse f\u00fcr die Filmsichtung an die Hand. Wenn zum Beispiel die Frage aufgeworfen wird wie Yulia Lokshina den Zuschauer in den Film einf\u00fchrt, welcher Erz\u00e4hlebenen sich der Film bedient oder mit welcher Schlussszene dieser endet, werden von Beginn an Begleitfragen an die Filmsichtung gestellt. F\u00fcr Schulen und Lehrkr\u00e4fte bietet diese Aufbereitung nicht nur eine Entlastung, sondern auch viel Diskussionspotential im Vorfeld auf den Film.<br>Nach der Sichtung des Dokumentarfilmes kann das Interview mit der Filmemacherin Yulia Lokshina per Stream angeschaut werden. Auch hier moderiert wieder Eva-Maria Schneider-Reuter und nimmt ihr Publikum souver\u00e4n und einf\u00fchlsam mit. In knapp 22 Minuten erh\u00e4lt man einen Einblick \u00fcber Produktionsbedingungen und erf\u00e4hrt viele Hintergrundinformationen zu dem Film und der Herangehensweise Lokshinas ans Filmemachen, wie sie Geschichten erz\u00e4hlen will, was f\u00fcr sie Dokumentarfilm ausmacht und was ihre Intentionen der Filmgestaltung gewesen sind.<br>Die Themen und Thesen des Filmes wie Leiharbeit, Arbeitsmigration und Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie weisen eine be\u00e4ngstigende Aktualit\u00e4t auf, was zu Beginn der Recherche und der Dreharbeiten medial so nicht abzusehen war. Umso vorausschauender wirkt Lokshinas Film in diesen Zeiten und wird hoffentlich \u00fcber die SchulKinoWochen ein breites junges Publikum finden.<br>Im Interview wird auch die Frage nach der k\u00fcnstlerischen Entscheidung der Schlussszene aufgeschl\u00fcsselt oder \u00fcber die Chronologie der Dreharbeiten berichtet. Alles Hintergrundinformationen, die zur Verdichtung des Filmes f\u00fchren und die Filmrezeption bereichern k\u00f6nnen.<br>Aufschlussreich auch die Aussagen von Lokshina zum Titel ihres Filmes. Entgegen der hohen Geschwindigkeit setzt der Film einen Kontrapunkt und bedient diese Geschwindigkeit nicht, sondern &#8222;l\u00e4sst Szenen bewusst l\u00e4nger stehen und atmen.&#8220; Was verstehen Jugendliche unter einem Regelwerk, wo im gesellschaftlichen Leben werden sie damit konfrontiert? Lokshina wirft durch ihre Fragestellungen Auseinandersetzungen weit \u00fcber ihre Filmthematik hinaus auf, die f\u00e4cher\u00fcbergreifend in Schule stattfinden k\u00f6nnen. Gerade Interpretationen von Filmtiteln im schulischen Kontext bieten vor Sichtung eines Filmes einen assoziativen Einstieg in die Filmanalyse. Als weitere Methodik bietet es sich an, die Fragen der Moderation zuerst von den Sch\u00fclerInnen beantworten zu lassen, um diese dann sp\u00e4ter mit den Antworten der Filmemacherin abzugleichen. Hierdurch entsteht eine besondere Aneignung des filmischen Materials.<br>Spannend f\u00fcr Jugendliche auch die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen, die in Lokshinas Dokumentarfilm f\u00fcr das Brechtst\u00fcck &#8222;Die heilige Johanna der Schlachth\u00f6fe&#8220; proben. Diese Szenen sind sicher nicht nur f\u00fcr Sch\u00fclerInnen des Darstellenden Spiels interessant.<br>Bezeichnend, dass Lokshina auch hier auf das Zeigen des Endergebnisses in Form einer Theaterinszenierung verzichtet, sondern vor allem den k\u00fcnstlerischen Prozess der Theaterproben und Auseinandersetzungen der jungen Menschen mit den Brechtschen Motiven in den Vordergrund stellt. In der filmischen Beobachtung dieser komplexen Prozesse, in denen sich junge Menschen eine eigene Haltung erarbeiten, schafft Lokshina die von ihr gew\u00fcnschten Denkr\u00e4ume. Ihre Intention, den Zuschauer ernst zu nehmen, indem &#8222;keine konkreten Handlungsweisen gegeben werden, sondern an die Eigenverantwortlichkeit der Zuschauer, eigene Gedanken zu formulieren und Zusammenh\u00e4nge herzustellen&#8220;, verfolgt der Film stringent und bringt dadurch einen Dialog mit dem Publikum zutage, der nicht entm\u00fcndigt, sondern zu eigener Haltung verhilft. Wenn Filmbildung dies bewirken kann, vermittelt sie wichtige Schl\u00fcsselkompetenzen.<br>Gro\u00dfe Vorteile in den auf Abruf verf\u00fcgbaren Filmgespr\u00e4chen liegen darin, dass Inhalte vertieft werden k\u00f6nnen, indem die M\u00f6glichkeit besteht, an bestimmten Stellen im Interview innezuhalten, zur\u00fcckzuspulen und durch das mehrmalige Schauen auch Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten kl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. In diesem nonlinearen Schauen liegt ein gro\u00dfer Mehrwert vor allem f\u00fcr den Einsatz in Schule. Unabh\u00e4ngig von zeitlichen, r\u00e4umlichen und personellen Ressourcen kann immer wieder auf einzelne Textbausteine Bezug genommen werden, was der vertiefenden Analyse sehr dienlich ist.<br>Die SchulKinoWochen beschreiten mit aufgezeichneten Filminterviews in Pandemiezeiten einen Weg, der in einer immer st\u00e4rker digitalisierten Welt zukunftsweisend ist.<br>Erg\u00e4nzend zu Filminterviews lie\u00dfe sich auch ein Making Of anbringen, um den k\u00fcnstlerischen Prozess des Filmemachens noch n\u00e4her zu bringen. Die sprachliche Ebene lie\u00dfe sich zudem auch noch mit Schnittbildern aus dem Film oder von den Dreharbeiten visuell aufbereiten, um die Inhalte f\u00fcr Sch\u00fclerInnen noch anschaulicher zu gestalten. Die Filmgespr\u00e4che sind nicht nur f\u00fcr Sch\u00fclergruppen interessant, sondern werden sicher auch bei Filmhochschulen und in anderen wissenschaftlichen Kontexten Anklang finden.<br>Ersetzen kann dies die pers\u00f6nliche Begegnung mit Filmemachern nicht, aber erg\u00e4nzen beziehungsweise durch die Filmrezeption begleiten allemal. Fehlen tut allerdings die M\u00f6glichkeit, noch eigene individuelle Fragen an den Schaffensprozess zu stellen oder in eine Interaktion mit den FilmemacherInnen zu kommen. Hier lie\u00dfen sich \u00dcberlegungen eines Blogs oder einer Chatfunktion andenken.<br>Nach dem Filmgespr\u00e4ch mit Yulia Lokshina m\u00f6chte man ihren Film am liebsten abermals anschauen, um diesmal mit den vielen Hintergrundinformationen neue Perspektiven und Lesarten zu entdecken.<br>Christina Nur<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale Begleitmaterialien zu &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220; von Yulia Lokshina Die SchulKinoWochen Niedersachsen realisierten mit Vision Kino digitale Begleitmaterialien zum Dokumentarfilm &#8222;Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit&#8220;:&#8222;Einf\u00fchrung durch Eva-Maria Schneider-Reuter&#8220;, 4:25 min. und&#8222;Eva-Maria Schneider-Reuter im Gespr\u00e4ch mit Regisseurin Yulia Lokshina&#8220;, 21:30 min.Redaktion: Dorothee Maack &amp; J\u00f6rg Witte, Produktion: Vision Kino, Kamera und Ton: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-208","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=208"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":212,"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/208\/revisions\/212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schulkinowochen-nds.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}