Leo ist 15, als sie sich von Berlin allein an die italienische Adriaküste aufmacht – im Gepäck eine Adresse und eine Wut, die kaum zu bändigen ist. Am Ziel steht ein schäbiges Strandcafé, wo sie Paolo trifft: den Vater, den sie nie kannte. Paolo ist überrumpelt. Die Konfrontation holt eine verdrängte Vergangenheit zurück und gefährdet sein fragiles Jetzt, in dem er für seine jüngere Tochter Emilia da sein will. In Blicken, Ausbrüchen und flüchtigen Momenten tastet sich das ungleiche Duo an eine gemeinsame Sprache heran. Halt findet Leo bei Edoardo, einem sensiblen Jungen aus der Gegend, der selbst mit familiärer Ablehnung ringt. Ihre kurze, intensive Freundschaft wird zum Resonanzraum für das, was Worte nicht sagen. Der Film begleitet Vater und Tochter durch ein Wochenende, das keine Auflösung verspricht, aber eine Ahnung davon gibt, wie Nähe trotz Entfremdung möglich werden könnte.
Themen
Vater-Tochter-Beziehung | Eltern-Kind-Beziehung | Entfremdung | Familie | Sprachlosigkeit | LGBTQIA* | Homophobie | Herkunft | Gewalt | Gender/Geschlechterrollen | Verantwortung
Schulfächer
Deutsch | Werte und Normen | Religion | Sozialkunde | Italienisch