Regisseurin und Schauspielerin nehmen uns als Zuschauende mit hinein in die nachgestellte letzte Wohnung Ingeborg Bachmanns in Rom: Wir verfolgen einen Tag im Leben der Autorin als Reenactment – eine improvisierte Annäherung an sie als Künstlerin, als Frau, als Verzweifelte, Verliebte und um Worte Ringende: Alltag und Arbeit, mühsamer Zwang zu Schreiben damals ebenso wie nachempfundene heiter-beschwingte Ausflüge heute mit ihren Texten im Ohr. Wir erfahren in biographischem Bild- und Tonmaterial von der Kriegskindheit über ihr Studium als „Provinz-Mädchen“ in Wien bis zum literarischen Ruhm im Deutschland der Nachkriegszeit. Liebesbeziehungen mit drei berühmten Künstler-Männern, Sehnsucht, Abhängigkeit, Krankheit, Sucht und Verzweiflung steigern sich bis zu ihrem Tod. Bachmanns Äußerungen zur Kriegserfahrung und einen Auschwitz-Besuch ergänzen eigene Lesungen ihrer Texte, führen zu persönlichen und literarischen Brüchen im Schaffen und Wirken und zu ihrer heutigen Aktualität.
Themen
Künstler*innenbiografie | Gender/Geschlechterrollen | Macht | Identität | Selbst- und Fremdbild | Individuum (und Gesellschaft) | Kunst | Literatur | mentale Gesundheit | Nachkriegsliteratur | Gruppe 47 | Künstler*innen
Schulfächer
Deutsch | Kunst | Psychologie | fächerübergreifend: Berufsorientierung