Die Region um die ukrainische Stadt Bucha war beim Angriff Russlands im Februar 2022 eines der ersten von russischen Truppen besetzten Gebiete. Gut einen Monat lang wüten diese dort, zerstören und töten willkürlich auch unbeteiligte Zivilisten. Nach Abzug der russischen Truppen wird das international publik. Das Regieduo begleitet über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mehrere Bewohner*innen der Stadt unterschiedlichen Alters: Ein frisch verheiratetes Paar – der Mann geht nach der Vermählung wieder an die Front; eine Schülerin, die zusammen mit einer Tanz- und Theatergruppe mit den Konflikt- und Kriegsfolgen umgeht; eine Hauswartin, die wegen Landesverrats angeklagt wird; eine Kriegswitwe sowie Frau und Sohn eines weiteren Ermordeten, die gemeinsam mit Anwälten versuchen, die Taten zu dokumentieren, damit diese rechtlich verfolgt werden können. Die Gespräche mit den Protagonist*innen offenbaren die Wut und die Trauer der Hinterbliebenen, die Risse und Spaltungen in einer Kriegsgesellschaft, aber auch große Momente der Solidarität, Hoffnung, menschlicher Nähe und Stärke.
Themen
Krieg | Kriegsfolgen | Kriegsverbrechen | Individuum (und Gesellschaft) | Familie | Jugend | Traumata
Schulfächer
Politik | Sozialkunde | Ethik | Erdkunde | fächerübergreifend: Demokratiebildung