Beirut, Libanon. Wie erzählt man vom Lebensgefühl in einer Stadt, die zwischen Kriegen, Machtkämpfen und maroder Wirtschaft nicht zur Ruhe kommt? Die libanesische Filmemacherin Lana Daher hat aus über 20.000 dokumentarischen Quellen des Alltags eine sehr persönliche Reflexion über Beirut geschaffen. Ausschnitte aus 70 Jahren libanesischer Filme, Fernseh-Shows, Wochenschauen, Heimvideos, private Fotobücher und Musik – mal melancholisch, aber auch immer wieder humorvoll in Szene gesetzt. Mit künstlerisch feinsinniger Montage gelingt ihr das kleine Wunder, mit ihrem dokumentarischen Material etwas so schwer Fassbares wie die Seele eines Landes spürbar zu machen. Eine flammende Liebeserklärung an eine Stadt, dessen Generation zwischen Bomben und Pop-Musik erwachsen wurde. In einem Land ohne offizielle nationale Archive auch ein leidenschaftlicher Akt der Selbstbehauptung und des kreativen Widerstands.
Themen
Libanon | Heimat | Erinnern | Zusammenleben | ethnisch-religiöse Konflikte | (Bürger-)Krieg | Archive | Erinnern | Kulturgeschichte | (orale) Geschichte | nationale Identität | Female Gaze
Schulfächer
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