Niedersachsen
04. – 17.03.2027

Eine Krankheit wie ein Gedicht

Dokumentarfilm und AnimationenDeutschland 2025 88 minFSK 12Empfohlen ab 14
Eine Krankheit wie ein Gedicht

Jelena besucht ihren Vater und filmt die Treffen. Er ist psychisch krank, lebte lange Zeit in der forensischen Psychiatrie und wird nun entlassen. Sie versucht, die Krankheit des Vaters zu verstehen und sich dieser, gemeinsam mit ihrem Vater, zu stellen. Der sehr persönlich gehaltene Dokumentarfilm zeichnet sich durch seine vorurteilsfreie und künstlerische Herangehensweise aus und macht so auch Betroffenen oder Angehörigen in ähnlichen Situationen Mut, ohne zu belehren. ________ Jelena Ili? erzählt in ihrem Dokumentarfilm eine sehr persönliche Geschichte, wobei sie im Rahmen der Filmproduktion ganz unterschiedliche Rollen einnimmt: sie ist Regisseurin, Tochter, Interviewerin und Protagonistin zugleich. Ihr Film ist vor allem ein Versuch, die Krankheit des Vaters zu verstehen, aber auch, anderen dadurch Mut zu machen. Dem Nicht-Darstellbaren nähert Ili? sich mit künstlerischen Mitteln: Neben Gesprächen und dokumentarischen Aufnahmen nutzt sie Animationen, Zeichnungen, Skulpturen und verfremdete Fotografien, um Gefühle und Ängste sichtbar zu machen. Masken und Darstellungen von „Monstern“ symbolisieren die Krankheit und die Unsicherheit im Umgang damit. Auch Schauplätze werden bedeutungsvoll. Dunkle, enge Innenräume vermitteln Beklemmung, während Wald und Meer Freiheit ausstrahlen. ________ Durch die persönliche, sehr ehrlich und nah wirkende Herangehensweise baut EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT Barrieren beim Nachdenken und Sprechen über psychische Erkrankungen und damit in Verbindung stehende konfliktbelastete familiäre Beziehungen ab.

Themen

Familie | Krankheit | Erinnerung | Identität | Selbstwahrnehmung | Kunst

Schulfächer

Deutsch | Kunst | Ethik | Psychologie

Material

Spielzeiten

Trailer